Bochum ist die Wissenschaftshochburg im Ruhrgebiet - sieben Hochschulen, rund 56.000 Studierende und annähernd 10.000 Beschäftigte stehen für eine einzigartige akademische Vielfalt.

UniverCity Bochum ist der Zusammenschluss der Stadt Bochum, der Bochum Marketing GmbH, der IHK Mittleres Ruhrgebiet, des Akademischen Förderungswerkes, des Deutschen Bergbau-Museums sowie von sieben Bochumer Hochschulen.

Das gemeinsame Ziel der Partner ist die weitere Stärkung Bochums als Stadt der Wissenschaft und Bildung und eine stärkere Identifikation der Bochumer Bürgerinnen und Bürger mit den wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt.

Mit UniverCity Bochum haben Stadt, Hochschulen und weitere Partner hierfür ein Format der Zusammenarbeit geschaffen.

Februar 2017: Prof. Dr. Irene Gerlach

Prof. Dr. Irene Gerlach, Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EvH RWL), Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP)
Prof. Dr. Irene Gerlach, Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EvH RWL), Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP)

Prof. Dr. Irene Gerlach, seit 2008 Professorin für Politikwissenschaften und Sozialpolitik an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EvH RWL) in Bochum. Zudem ist sie Mitbegründerin und Co-Leiterin des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP), eines Forschungsschwerpunktes an der EvH RWL.

Sie studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie in Düsseldorf und Bielefeld und wurde, nach einer Tätigkeit als Geschäftsführungsassistentin Projektleiterin in einer Reihe an Drittmittelprojekten am Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, an dem sie nach ihrer Promotion auch als Wissenschaftliche Assistentin und Hochschuldozentin tätig war. Auf ihre Habilitation folgten (Gast-)Professur-  und Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Freiburg, Wuppertal, Hamburg, Münster, Vechta und Fribourg (Schweiz). An der EvH RWL war sie bis 2011-2014 Prorektorin für Forschung und Weiterbildung. Bis einschließlich 2016 war Frau Prof. Dr. Gerlach Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

In welchem Bereich forschen und lehren Sie?
Zu meinen Forschungsschwerpunkten zählen insbesondere familienpolitische Fragestellungen – auch im internationalen Vergleich. Darüber hinaus forsche und lehre ich im Bereich der Bildungs- und Betreuungspolitik. Meine Arbeit im FFP befasst sich mit der Analyse von Potenzialen und Effekten einer familienbewussten Personalpolitik. Daneben setzen wir in zahlreichen anwendungsorientierten Forschungsprojekten mit Modellcharakter innovative Ideen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf um und treiben damit das Thema in deutschen Unternehmen und der Politik maßgeblich voran. Eines unserer aktuellen Projekte befasst sich mit der besonderen Situation von Führungskräften. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Münster und der IKK Classic möchten wir eine bessere gesundheitliche Vorsorge und mehr Vereinbarkeit für Führungskräfte im Handwerk unterstützen. Dazu bieten wir den teilnehmenden Betrieben individuelle Unterstützung und eine intensive Begleitung und Beratung durch Expertinnen und Experten über einen Zeitraum von drei Jahren. Das ist wichtig, da Führungskräfte Vorbilder für ihre Beschäftigten sind und sich langfristig positive Übertragungseffekte ergeben, so dass der ganze Betrieb profitiert. Die Projektergebnisse liefern zudem wichtige Erkenntnisse aus dem Bereich der Führungskräfteforschung.

Was lernen die Studierenden/Besucher/Benutzer/Wissenschaftler bei Ihnen?
Wichtig sind mir grundsätzliche Erkenntnisse über das Funktionieren bestimmter Policies wie Sozial- und Familienpolitik. Ebenso wichtig ist es mir dabei aber, auch die normativen Grundlagen für politisches Handeln zu vermitteln. Das lässt sich z. B. an der Analyse von Gerechtigkeitskonzeptionen und ihrer Übertragung in den Politiksetzungsprozess gut konkretisieren.

Was wünschen Sie sich für die Hochschulstadt Bochum?
An der einen oder anderen Stelle könnte ich mir eine Intensivierung der Kooperation zwischen Hochschulen und Stadt in Forschungsprojekten vorstellen. Und ganz konkret und aktuell: Dass eine Hochschulstadt wie Bochum seit Neuestem von einer wichtigen IC-Verbindung der Deutschen Bahn gestrichen ist, geht gar nicht!

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