Bochum ist die Wissenschaftshochburg im Ruhrgebiet - sieben Hochschulen, rund 56.000 Studierende und annähernd 10.000 Beschäftigte stehen für eine einzigartige akademische Vielfalt.

UniverCity Bochum ist der Zusammenschluss der Stadt Bochum, der Bochum Marketing GmbH, der IHK Mittleres Ruhrgebiet, des Akademischen Förderungswerkes, des Deutschen Bergbau-Museums sowie von sieben Bochumer Hochschulen.

Das gemeinsame Ziel der Partner ist die weitere Stärkung Bochums als Stadt der Wissenschaft und Bildung und eine stärkere Identifikation der Bochumer Bürgerinnen und Bürger mit den wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt.

Mit UniverCity Bochum haben Stadt, Hochschulen und weitere Partner hierfür ein Format der Zusammenarbeit geschaffen.

April 2017: Prof. Dr. Heike Köckler

Prof. Dr. Heike Köckler, Hochschule für Gesundheit
Prof. Dr. Heike Köckler, Hochschule für Gesundheit

Heike Köckler ist in Hamm / Westf. auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen. Über den Protest gegen die Ansiedlung einer Sonderabfalldeponie ist sie zum Studium der Raumplanung an der Universität Dortmund gekommen. Dort hat sie nach ihrem Abschluss als Diplom-Ingenieurin gelehrt und promoviert. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit am Center for Enviromental Systems Research der Universität Kassel ist sie zurück an die TU Dortmund gekommen. Dort hat sie die Junior-Forschungsgruppe „Stadt als gesunder Lebensort unabhängig von sozialer Ungleichheit“ geleitet, bevor sie im Oktober 2015 als Professorin für Sozialraum und Gesundheit ans Department of Community Health der Hochschule für Gesundheit berufen wurde. Neben ihrer Tätigkeit an Hochschulen hat sie begleitend mehrfach in der kommunalen Praxis gearbeitet. Heike Köckler, die mit einem Bochumer verheiratet ist, ist Mutter von zwei Kindern.

In welchem Bereich forschen und lehren Sie?
Ich lehre und forsche zu gesundheitsfördernder Stadtentwicklung. Hierbei geht es um viele Aspekte, die von einer gesunden Wohnumwelt mit möglichst viel Ruhe, guter Luft, Bewegungsräumen und Grün sowie guten Nachbarschaften über eine gute gesundheitliche Versorgung bis hinzu Möglichkeiten der Teilhabe an der Gestaltung unserer Städte reichen. In meiner Forschung richte ich mich an dem Leitbild der umweltbezogenen Gerechtigkeit aus, welches die Benachteiligung einzelner gesellschaftlicher Gruppen in den Blick nimmt. Aktuell arbeiten wir an digitalen Methoden, mit denen Menschen ihre ganz persönliche Wahrnehmung von Räumen erfassen können. Hiermit können wir die Grundlagen, die zu Entscheidungen führen, um eine wichtige Komponente erweitern.

Was lernen die Studierenden bei Ihnen?
Ich hoffe, die Studierenden lernen bei mir die richtigen Fragen zu stellen und an Lösungen aktueller gesellschaftlicher Probleme zu arbeiten. Hierzu erarbeite ich mit den Studierenden Inhalte auf der Grundlage von Theorien und Modellen von der Analyse bis zum Konzept. Wichtig ist mir, dass sie eine umfassende Kenntnis verschiedener Methoden haben. So lernen sie Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit, aber auch städtische Veränderungsprozesse wie Segregation, also der sozialen Entmischung von Stadtteilen, und Gentrifizierung, also dem Prozess der Verdrängung von einkommensschwachen Haushalten zu Gunsten reicherer Haushalte in einer Nachbarschaft, zu beschreiben und zu erklären. Im Sinne der Strategie „Health in all Policies“, lernen die Studierenden das Handwerkszeugs verschiedener Politikfelder kennen, mit dem sie in Kommunen eine gesundheitsfördernde Stadtentwicklung betreiben können.  Wenn die Studierenden am Ende des Studiums die Fähigkeiten haben, das gelernte Wissen verständlich in Konzepte einer gesundheitsfördernden Stadtentwicklung einzubringen, bin ich zufrieden.

Bochumer Hochschullandschaft mit sieben Hochschulen als Innovationscluster

Was wünschen Sie sich für die Hochschulstadt Bochum?
Ich wünsche mir, dass die vielfältige Bochumer Hochschullandschaft mit sieben Hochschulen als Innovationscluster genutzt wird, der den Strukturwandel des Ruhrgebiets positiv vorantreibt. Insbesondere aus Perspektive einer gesundheitsfördernden und gerechten Stadtentwicklung bietet das Ruhrgebiet einen spannenden Raum, in dem die Hochschulen als ein Teil der Stadtgesellschaft eine aktive Rolle spielen sollten.

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