Bochum ist die Wissenschaftshochburg im Ruhrgebiet - sieben Hochschulen, rund 56.000 Studierende und annähernd 10.000 Beschäftigte stehen für eine einzigartige akademische Vielfalt.

UniverCity Bochum ist der Zusammenschluss der Stadt Bochum, der Bochum Marketing GmbH, der IHK Mittleres Ruhrgebiet, des Akademischen Förderungswerkes, des Deutschen Bergbau-Museums sowie von sieben Bochumer Hochschulen.

Das gemeinsame Ziel der Partner ist die weitere Stärkung Bochums als Stadt der Wissenschaft und Bildung und eine stärkere Identifikation der Bochumer Bürgerinnen und Bürger mit den wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt.

Mit UniverCity Bochum haben Stadt, Hochschulen und weitere Partner hierfür ein Format der Zusammenarbeit geschaffen.

Mai 2017: Prof. Dr. Markus Knüfermann

Prof. Dr. Markus Knüfermann, EBZ Business School - University of Applied Sciences
Prof. Dr. Markus Knüfermann, EBZ Business School - University of Applied Sciences

Prof. Dr. Markus Knüfermann absolvierte seinen Abschluss als Diplom-Volkswirt an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg im Jahre 1996. 2002 wurde er am Lehrstuhl von Prof. Dr. Torsten J. Gerpott promoviert. Seit 2009 ist er an der EBZ Business School – University of Applied Sciences und gehört somit zu den „Dienstältesten“ der immobilienwirtschaftlichen Hochschule, die 2008 gegründet wurde.
 
Hier lehrt er Volkswirtschaftslehre, insbesondere Mikro- und Makroökonomie und internationale Wirtschaftsbeziehungen.

In welchem Bereich forschen und lehren Sie?
Schwerpunkt meiner Professur ist einerseits die monetäre Volkswirtschaftslehre mit der Geld- und Währungstheorie sowie -politik, andererseits die betriebliche Finanzierung mit besonderem Fokus auf der Bankbetriebswirtschaftslehre sowie kapitalmarktbasierten Finanzierungen.
 
Im Grunde genommen geht es um den Wissenstransfer von der VWL zur BWL, bzw. um die Frage, wie betriebswirtschaftliche Instrumente der Unternehmensfinanzierung im volkswirtschaftlichen Kontext nutzbar sind. Welche Instrumente können nach der Analyse von Märkten situationsangepasst genutzt werden?
 
Durch die derzeitige hochgradig expansive Geldpolitik im Eurosystem sind solche Fragestellungen besonders interessant. Durch diese Politik erlebt das Thema auch breite, mediale Aufmerksamkeit. Eine zentrale Frage, die auch außerhalb der Fachwelt diskutiert wird, ist: Was muss passieren, damit das Zinsniveau wieder steigt, bzw. sich selbst überlassen wird?

Ich wünsche mir, dass noch mehr junge Talente zum Studieren ins facettenreiche Bochum kommen

Was lernen die Studierenden bei Ihnen?
Die Studierenden erhalten ein Verständnis für Märkte und sie sollen lernen, wie diese funktionieren. Sie erfahren, wie wichtig der freie Preismechanismus ist und welche Bedeutung unregulierte Märkte für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft haben. Seit dem Zusammenbruch des realexistierenden Sozialismus fehlt der Gesellschaft ein Gegenpol zu den Märkten, so dass der Respekt vor ihnen schwindet. In Medien und in der Politik wird stattdessen der Begriff Neoliberalismus mit negativen Konnotationen belegt. Dadurch schwindet die Hemmschwelle zur Regulierung von Märkten und zur Reduktion positiver Wohlfahrtseffekte. Ein Beispiel ist die Einführung der Kappungsgrenze und Mietpreisbremse im Wohnungsvermietungsmarkt. Die Politik suggeriert ein Handeln für die Menschen, aber schadet ihnen. Der Marktwirtschaftslehre kommt daher in diesem Kontext und in der aktuellen Lage erhebliche Bedeutung zu! Erst in diesem Wissensumfeld lernen Studierende z. B. die Zinsentwicklung zu verstehen und zu antizipieren.
 
Was wünschen Sie sich für die Hochschulstadt Bochum?
Ich wünsche mir, dass noch mehr junge Talente zum Studieren ins facettenreiche Bochum kommen, denn Bochum hat so viel zu bieten: Es ist eine attraktive Hochschulstadt mit großartigem kulturellen Umfeld und niedrigen Mietpreisen.
 
Mein Ansporn liegt natürlich darin, einen eigenen Beitrag für Bochum zu leisten, z. B. erfolgreiche Finanzierungstagungen am Standort durchzuführen und ökonomische Multiplikatoren dadurch nach Bochum einzuladen. Und mein ideeller Auftrag ist es, die Notwendigkeit der Marktwirtschaft für die Gesellschaft zu erläutern – neoliberales Gedankengut muss in die Welt!eil der Stadtgesellschaft eine aktive Rolle spielen sollten.

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