Haus des Wissens nimmt weiter Gestalt an

Grüne Dachlandschaft und Konzept zur Barrierefreiheit

Gegenüber des Bochumer Rathauses entsteht eines der spannendsten Projekte, das in den nächsten Jahren in der Stadt umgesetzt wird. Der Hochschulverbund UniverCity Bochum zieht dann gemeinsam mit der Volkshochschule Bochum und der Stadtbücherei in das Haus ein, welches außerdem eine Markthalle beherbergen wird.

Mitten in der Innenstadt, am Rande der Fußgängerzone steht ein fast 100 Jahre alter roter Backsteinbau mit Innenhof, seit Jahren verwaist, den Bochumerinnen und Bochumern bekannt als „da war doch mal die Post“. Hier entsteht das „Haus des Wissens“. Es ist eines der spannendsten Projekte der Bochum Strategie 2030. Es integriert die Stadtbibliothek, die Volkshochschule, Angebote des Zusammenschlusses der Bochumer Hochschulen (UniverCity Bochum) sowie eine Markthalle in zentraler Innenstadtlage. Im Fokus steht hier die Entwicklung eines neuen Ortes der Begegnung, der Partizipation, des Wissensaustausches sowie ein Ort der Sinne und des Einkaufgenusses für jedermann.

Pressemitteilung der Stadt Bochum vom 20. Mai 2021

Entwurf Haus des WissensEntwurf Haus des Wissens
©CROSS Architecture

Jetzt ist der nächste Schritt getan: Das von der Stadt Bochum beauftragte Architekturbüro cross architecture hat den Vorentwurf fertiggestellt. „Jetzt machen wir uns auf den Weg, dem Haus wirkliches Leben einzuhauchen“, so der zuständige Bildungs- und Kulturdezernent Dietmar Dieckmann. „Mit dem Projekt schaffen wir in dieser Kombination deutschlandweit etwas Einzigartiges!

Neu im Vorentwurf ist vor allem die komplett begrünte Dachlandschaft, die sich in drei Zonen fast über die gesamte Grundfläche erstrecken soll. Barrierefrei und nachhaltig wird die Dachfläche den unterschiedlichen Nutzungswünschen der Bochumerinnen und Bochumer gerecht. „In den ‚Urbanen Gärten‘ können Kinder zum Beispiel ihr eigenes Gemüse anbauen, die ‚Gartenlogen‘ werden Ruhe- und Erholungsorte inmitten der belebten Innenstadt und der ‚Wandelgang‘ lädt zum Flanieren ein“, erklärt Architekt Markus Sporer. Weiterentwickelt wurde auch in den Bereichen Lichtplanung und Energiemanagement. Die Nutzfläche des Gebäudes wird durch den Umbau von rund 5.000 Quadratmetern auf 11.000 mehr als verdoppelt.

Mit dem ‚Haus des Wissens‘ und damit mit der Vereinigung von Bestand, Bildungsikone und Genuss leisten wir den wichtigsten Beitrag zur Innenstadtentwicklung“, so Baudezernent Dr. Markus Bradtke. „Die Strahlkraft des Hauses wird weit über Bochum hinausgehen!

Im Juni wird der Vorentwurf dem Rat der Stadt Bochum zur Abstimmung vorgelegt. Wird dieser beschlossen, kann Mitte nächsten Jahres der Umbau starten. Vor dem Beginn des Neubaus, der für das zweite Quartal im Jahr 2023 geplant ist, muss in einem ersten Schritt der Rückbau von beispielsweise Schadstoffen erfolgen. Die reinen Baukosten - ohne Planungs- und Ausstattungkosten - belaufen sich dabei auf 61 Millionen Euro, rund ein Drittel der Kosten soll über Sonderförderungsprogramme finanziert werden. Ende 2026 soll das ‚Haus des Wissens‘ dann unter seinem finalen Namen eröffnet werden.

Kontakt:
Stadt Bochum
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44777 Bochum
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Ein zu Hause für UniverCity Bochum

Dr. Britta Freis begleitet das „Haus des Wissens“ und arbeitet mit dem Projektbüro UniverCity Bochum zusammen.

Das ca. 90 Millionen Euro umfassende Bauprojekt ist eine einzigartige Aufgabe, sowohl architektonisch, als auch konzeptionell. Der Architektenwettbewerb wurde im August 2019 durch die Stadt Bochum ausgelobt. Am 6. Dezember 2019 hat das Preisgericht den am besten geeignetsten und innovativsten Entwurf, der besonders gut zu Bochum passt, ausgewählt.

Neben der baulichen Umsetzung, stellt auch die inhaltliche Konzeption des Gebäudes eine besonders spannende Aufgabe dar. Dr. Britta Freis hat im Oktober die Leitung des Projektbüros übernommen und wird das Bauvorhaben von der Idee bis zum laufenden Betrieb begleiten.

Haus des WissensDr. Britta Freis vor Plänen desHaus des Wissens
Bild links: Haus des Wissens / Quelle: rendertaxi GmbH, Bild rechts: Dr. Britta Freis / Quelle: Britta Freis

Drei Fragen an Dr. Britta Freis

Sie haben bereits viele Jahre Arbeitserfahrung im Hochschulkontext und im Fundraising. Aktuell leiten Sie die Kommunikationsabteilung der GLS Bank. Wie sind Sie zu dieser neuen Aufgabe gekommen?
Eine meiner Vorstände, Frau Aysel Osmanoglu, ist im Beirat Haus des Wissens. Sie hat mich gefragt, ob ich bereit wäre, meine Expertise für dieses großartige Projekt einzubringen. Die GLS Bank ist nicht nur ihrem Heimatstandort Bochum sehr verbunden, sondern auch sehr interessiert an neuen Formen der Zusammenarbeit in der Stadtgesellschaft.

Bis das Gebäude fertiggestellt ist, werden noch ca. 4 Jahre vergehen. Woran arbeiten Sie gerade und was sind die nächsten Schritte?
Der Architektenwettbewerb hat einen wunderbaren Siegerentwurf hervorgebracht. Nun haben wir ein Bild, das uns begleiten wird und wir können schon jetzt ausprobieren, was man gemeinsam an neuen innovativen Ideen und Formaten umsetzen kann. Auch ohne Dach über dem Kopf machen wir uns auf den Weg eine gemeinsame Identität für das spätere Haus zu schaffen.

In Bochum gibt es sieben Hochschulen. Wie sieht die Zusammenarbeit mit dem UniverCity-Netzwerk aus?
Neben der VHS und der Stadtbücherei ist UniverCity ein entscheidender Partner bei diesem Projekt. Die Herausforderung ist nun, sich zu überlegen, was das Besondere ist, das die Hochschulen hier einbringen können. Das Projektbüro des Hochschulverbunds und alle Netzwerkpartner sitzen deshalb von Anfang an mit am Tisch.

Ein passender Name wird gesucht

Bisher ist das Bauprojekt unter dem Arbeitstitel „Haus des Wissens“ bekannt. Vom 10. bis 20. Dezember 2019 wurden alle eingereichten Architektenentwürfe im Technischen Rathaus ausgestellt. Im Rahmen der Ausstellung konnten Vorschläge eingereicht werden, wie das Haus später heißen könnte.

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