21. Juni 2018

19. Juni 2018: Wissenschaft und Stadt - Rückblick auf eine gelungene Konferenz in Berlin

Auf der Fachkonferenz "Wissenschaft in der Stadt" drehte sich alles um den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Klimawandel, Migration, Digitalisierung – diese Themen werden global diskutiert und politisch verhandelt, konkrete Maßnahmen werden dabei meist auf kommunaler Ebene umgesetzt: Verkehrsplanung, Wohnungsbau, Integrationskonzepte etc. Eine wichtige Basis für politische Entscheidungen sind wissenschaftliche Erkenntnisse und der gesellschaftliche Diskurs darüber. Für solche Diskurse braucht es Orte mit anerkannter Expertise in der Vernetzung von Wissen und dem Vermögen, verschiedene gesellschaftliche Gruppen zusammenzubringen.

Initiiert durch den Wettbewerb "Stadt der Wissenschaft" haben einige Hochschulstädte (unter anderem Bremen, Braunschweig, Oldenburg) bereits Häuser der Wissenschaft als Orte für Wissenschaftsvermittlung etabliert, weitere sind auf dem Weg dahin (zum Beispiel Siegen, Karlsruhe, Bielefeld, Halle). Andere Hochschulstandorte entwickeln eigene Konzepte (zum Beispiel "Wissenschaftsetage" in Potsdam) oder agieren projektorientiert in Netzwerken (zum Beispiel UniverCity Bochum, Stadt Regensburg).

Die Mitglieder des 2016 in Lübeck gegründeten Strategiekreises Wissenschaft in der Stadt – SK WISTA haben eine erste Bestandsaufnahme vorgenommen. Ihre These: Wissenschaft in der Stadt räumlich zu etablieren ist Pflichtaufgabe und zählt wie Theater und Museen zum Bildungsauftrag einer Wissensgesellschaft. Wie kann es uns also gelingen, Wissenschaft ähnlich wie Kultur in der Stadt zu verorten – und damit Marktplätze zum Verhandeln über eine wünschenswerte und realisierbare Zukunft zu schaffen?

Ziel der Fachkonferenz des Stifterverbandes auf Initiative des SK Wista war es, Impulse und Empfehlungen zu geben für die Gestaltung des Wissensaustausches in neuen Strukturen, Formaten und Orten auch außerhalb von Schulen, Hochschulen und Unternehmen.

Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung kamen zusammen, um die Überlegungen zu diskutieren und sowohl Argumente als auch Ansätze für die eigene Arbeit zu gewinnen. Eingeladen waren ebenfalls Interessierte aus Städten, die kein Hochschulstandort sind.

Die Keynote sprach Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Humboldt-Viadrina Governance Platform. Wie keine andere Persönlichkeit steht sie für die Themen einer kooperativen, bildungsbasierten Bürgergesellschaft, die aus sich heraus in der Lage ist, Herausforderungen lösungsorientiert zu begegnen. Lernen in Kombination mit einer breiten Wissenschaftsvermittlung und -teilhabe bilden hierfür wichtige Grundpfeiler. Am Nachmittag boten verschiedene Sessions mit erfahrenen Praktikern aus unterschiedlichen Bereichen an der Schnittstelle Wissenschaft/Stadt vertiefte Einblicke in bestehende Ansätze und Modelle. Und es gab Zeit für gemeinsame Diskussionen über Erfolgsfaktoren und Herausforderungen.

Parallel zum Konferenzprogramm gab es auf der Ausstellungsfläche neben dem Vortragssaal ganztägig die Gelegenheit, sich an Informationsständen gezielt über die einzelnen Projekte der WISTA-Städte zu informieren und auszutauschen.

Mehr Informationen zur Fachkonferenz

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