Freitag, 08 November 2013 01:00

BABY I’M BORED

Filmscreenings und Installationen in der Bochumer Innenstadt

Wann: 13.-30. November 2013
Wo: Verschiedene Orte im ViktoriaQuartier Bochum

 

BABY I’M BORED präsentiert in einer dreiwöchigen Veranstaltungsreihe 18 Filme und Installationen von den späten 1970er Jahren bis heute, denen die postindustrielle Stadt als Austragungsort und Material dient. Neben Arbeiten renommierter Künstlerinnen und Künstler wie der Videokunstpionierin Dara Birnbaum, dem „Goldener Löwe“-Preisträger Doug Aitken und dem Turner Prize-Gewinner Mark Leckey sind auch Werke zu sehen, die in weniger prominenten künstlerischen Kontexten oder im musikalischen Underground entstanden sind.

BABY I’M BORED nähert sich musikalischen Subkulturen – wie etwa der New Yorker No Wave-Szene der frühen 1980er Jahre –, deren selbst gewählte Labels ebenso kurzlebig sind wie die Orte, an denen sie in Erscheinung treten. Das Programm zeigt Videokünstlerinnen wie Judith Barry, die sich massenkultureller Klischees bedienen, um aus ihnen neue künstlerische Formen zu erzeugen. Zu sehen sind auch Arbeiten wie die des Künstler- und Designerkollektivs Bernadette Corporation, welche die Verbindungen zwischen Mode und Philosophie erforschen, sowie die „Pop-Manifeste“ des Videokünstlers und Theoretikers Tony Cokes. Schließlich werden auch zeitgenössische Arbeiten gezeigt, in denen – wie etwa bei Michaela Schweiger – die städtebaulichen Utopien der Moderne aus heutiger Perspektive neu beleuchtet werden.

Der Focus der Programme liegt dabei auf der drängenden Frage nach den eigentlichen Akteuren urbaner Entwicklung: Sind es die Planer, die Politiker, die Architekten? Oder sind es nicht eher die Gelangweilten, die Ungeduldigen und Unterforderten, die durch dauernde Reibung an den Verhältnissen ihre Stadt verändern?

Der Vorstellung von der selbstverständlichen Effizienz städtebaulicher Planungs- und Entscheidungsprozesse möchte die Veranstaltung damit ein Plädoyer für die grundsätzliche Offenheit dessen entgegenstellen, was Stadt sein kann. Ausgehend von und inspiriert durch künstlerische Arbeiten aus vier Jahrzehnten möchte sie Raum für Spekulation schaffen – eine Spekulation, die nicht den Marktwert von Immobilien zum Maßstab nimmt, sondern die Begegnungen, die sich in ihnen ereignen.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Letzte Änderung am Montag, 01 April 2019 11:06
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