Dienstag, 15 Dezember 2015 21:06

15. Dezember 2015 | Katharina zu Besuch bei der Konzertreihe Urban Urtyp

Katharina nimmt die Angebote aus dem Kulturscheckheft UniverCity Bochum unter die Lupe. Dieses Mal entdeckt sie die Musikreihe Urban Urtyp in der Christuskirche in Bochum.

Hier berichtet Katharina:

Urban Urtyp

Urban Urtyp

Einmal im Monat. Immer sonntags. Immer 19 Uhr. Immer 10 Euro. Immer eine neue musikalische Überraschung. Mit diesem simplen und doch gut durchdachten Konzept bringt Urban Urtyp Musik in die Christuskirche in Bochum. Klar, Konzerte gibt es in der Christuskirche sowieso – aber Urban Urtyp macht es anders.

Es bricht mit bekannten Mustern, musikalisch, akustisch, visuell und bietet so ein ganz neues Konzerterlebnis. Das offensichtlichste, was sofort auffällt, ist der Kubus, der mitten in der Kirche steht. Durchsichtig, sodass der Blick auf die tolle Kirchenarchitektur erhalten bleibt, aber doch ein geschlossener Raum, der BesucherInnen zusammenrücken lässt und einen ganz eigenen Klang ermöglicht.

Durchlässig und doch geschlossen – dieses Prinzip durchzieht auch die musikalische Auswahl. Es gibt alles von Klavierkonzerten, über Electro bis hin zu lautem, metal-artigem Zeug. Wer hier auf bekannte KünstlerInnen hofft – der wird manchmal enttäuscht. Aber eben auch nicht immer. Hier stehen die verschiedenen Musikrichtungen, Darbietungen, bekannte und unbekanntere MusikerInnen gleichberechtigt nebeneinander. Und ebenso bunt gemischt ist auch das Publikum. Gleichwohl scheint es das jüngere Publikum seltener zu Urban Urtyp zu ziehen – was verwunderlich ist, vermutet man doch gerade bei dieser Generation einen gewissen Mut und die Bereitschaft, sich darauf einzulassen, Neues, Ungewöhnliches und Ungewohntes zu hören.

Aber – und das ist eine durchaus positive Bilanz – hat sich über die Zeit ein Stammpublikum entwickelt, das das Konzept zu schätzen weiß. 10 Euro für jedes Konzert – da lässt man sich schon mal drauf ein, ohne genau zu wissen, was einen erwartet. Die Bereitschaft, den musikalischen Horizont zu erweitern, ist also da – aber könnte ruhig noch größer werden.
Gerade deswegen hält das Team hinter Urban Urtyp an seinem Konzept fest und macht weiter – und das ist gut so.

Da mir das Konzept bisher leider auch nur mäßig bekannt war, frage ich Olaf Rauch, einer der Macher von Urban Urtyp, was seine herausragendsten Erlebnisse waren – denn auch dem Team muss eine gewisse Offenheit zu eigen sein und auch da gab es sicher manch erstauntes oder skeptisches Gesicht. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm vor allem Orka – eine Industrial-Kombo von den Färoer-Inseln. Und das wollte so gar nicht in ein Kirchenschiff passen – in den Kubus aber schon. Denn genau dieses Spiel aus Gegensätzen war das, was funktioniert hat. Und so erfüllte die Kombo den Kubus mit ungewöhnlichen Klängen, egal ob gesungen, geschrien oder auf Ölfässern getrommelt (…ja, Ölfässer – die Band war mir vorher schon bekannt und die machen mit allem Musik, was sie in die Finger kriegen…). Mit im Gepäck hatten Orka dann übrigens The Oktopus, der Hip Hop macht. Noch mehr Gegensätze. Noch spannender. Irgendwie extrem. Sehr offen. Und doch in sich geschlossen und abgerundet.

Es ist schwer zu beschreiben und auch ich war und bin mir nicht sicher, ob ich dieses Konzept in der Theorie auf dem Papier gut erklären kann. Am besten, ich geh einfach mal hin… Lohnen scheint es sich allemal.

Wer mehr Infos und die nächsten Konzerttermine erfahren möchte, der schaut am besten hier:
http://www.urbanurtyp.de/

Die nächsten Termine:

    30.12.2015 // 19 Uhr
    The Dorf

    24.01.2016 // 19 Uhr
    Johanna Borchert

Vielleicht sieht man sich ja,
Katharina

Mehr Infos zum Kulturscheckheft UniverCity Bochum

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Letzte Änderung am Dienstag, 15 Dezember 2015 16:29
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